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#7 Tauschhandel [NaBloPoMo]

Eine Welt ohne Geld, die nur aus Tauschgeschäften besteht, wie würde es mir damit gehen? Was hätte ich anzubieten? Und wäre ich erfolgreich? Mhm, prinzipiell ist das natürlich eine charmante Idee.

In Berlin gibt es seit einiger Zeit diese Nahrungsmitteltauschstellen, wo man z.B. die Inhalte des Kühlschranks vor dem Urlaub hinbringen kann, damit andere sie sich abholen & man selbst nicht wegschmeißen muss.

Ich lese auch immer mit großer Faszination die Berichte von Menschen, die völlig ohne Geld durchs Leben kommen. Wenn ich über die Idee einer Welt ohne Geld nachdenke, fällt es mir aber immer schwer, sie mir in der Jetzt-Zeit vorzustellen. Ich habe sofort leicht archaische Verhältnisse vor meinem inneren Auge. Jeder auf einem Bauernhof als Selbstversorger auf Strohbetten & im Winter gibt es nur Kohl. Ihr wisst schon.

Da ich diese Vorstellung nicht abschütteln kann, sähe meine Zukunft wohl düster aus. Ich kann nicht melken, weben oder Hühner töten. Zumindest habe ich alles noch nicht versucht. Was ich gut kann: Sprachen, Projektmanagement, Controlling, Schreiben… Das sind alles Dinge, die nur in der modernen Welt Platz zu haben scheinen.

Eine anderweitige Vergütung lässt sich nicht so richtig vorstellen. Ich schreibe meinen Blog & jemand backt mir dafür Brot? Ich visualisiere die Quartalszahlen der bäuerlichen Eierproduktion & bekomme einen Pullover gestrickt? Mache einen Projektplan komplett mit Steerings & Milestones für die Ernte im Tausch gegen einen Liter Milch?

Das sieht alles ziemlich düster aus für mich in meiner Tauschhandelwelt fürchte ich. Und gleichzeitig wird eine interessante Gedankenmaschinerie in Gang gesetzt & ich frage mich, wie sinnvoll meine jetzigen Tätigkeiten eigentlich sind – so im großen Weltenlauf. Und im Bezug auf die Frage, was eigentlich wichtig ist zum & im Leben.

Das deprimiert mich gerade ein wenig, weswegen ich jetzt einfach schon vorfristig vor Ablauf der 20 Minuten schließe & euch allen einen schönen Tag wünsche.

Dies ist ein Post im Rahmen der NaBloPoMo – Reihe. Die Idee ist, im Juli an jedem Tag zu bloggen. Wer mehr erfahren möchte, liest hier weiter. Noch mehr Blogs, die auch mitmachen, findet ihr rechts oben in der Sidebar. Alle meine Beiträge findet ihr hier

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5 Kommentare

  1. Ich glaube vor allem mit Dienstleistungen ist das sehr schwierig. Die kann man ja schließlich nicht mal eben wo lagern und nächste Woche dann verwerten…
    Ich finde aber, dass Kollaborationen ein kleines bisschen in die Richting gehen. Meine Künstlerfreundin macht mir meine Visitenkarten, ich schreibe ihr Texte für ihren Onlineshop. Geht irgendwie in die Richtung.

  2. Also ich wäre z.B. eine sehr gute Tauschpartnerin für dich. Ich würde dir sofort einen Pullover für ein paar deiner Texte stricken.
    LG Nina

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