Monate: April 2014

Im Land der sehnsüchtigen Augen

Ich habe in den letzten Monaten viel über Kinderbücher nachgedacht, nachdem die Debatte um angemessene Sprache in der Kleinen Hexe losging. Kommentare hierzu gab es zum Beispiel bei umstandslos oder der mädchenmannschaft. Ich war und bin der Meinung, dass Kinder ziemlich gut abstrahieren und unterscheiden können. Sie verstehen, dass Kinder bei Pippi Langstrumpf immer Kaffee trinken.

Da bleibt mir der Mund offen stehen…

Diesen Monat in COSMOPOLITAN. Suchbild für Fortgeschrittene. Wir sehen: Werbung und Fotostrecken aus der Mai-Ausgabe. Wir fragen: Wer findet die Unterschiede? Spoiler: Es gibt keine: Der leicht geöffnete, rote Mund, Flirtblick, lange, offene Haare und weiße Haut stehen einfach jeder Frau.) Ach, die Ausnahme wollen wir euch nicht vorenthalten. Mütter dürfen auch anders lachen. Der Rest bleibt gleich.

Haarig, Haarig

“Interviewer: ‚So Frank, you have long hair. Does that make you a woman?‘ Frank Zappa: ‚You have a wooden leg. Does that make you a table?”  Bis vor ein paar Tagen hatte ich lange Haare. Ich hatte seit 15 Jahren lange Haare. Jetzt habe ich einen Pixie. Es war eine spontane Entscheidung beim Frisör. Echt, wirklich wahr. Mir war nicht klar, dass ich jetzt zwar um ein paar Haare leichter bin aber eine Frage mitbekommen habe. Sie muss irgendwie auf meiner Schulter sitzen, unsichtbar für mich aber nicht für die anderen. Ich stelle mir das vor wie in Shutter (Horrorfilmtipp aber das nur am Rande). Die Frage lautet: Wie findest du meine neue Frisur? Jeder fühlt sich zu einer Antwort herausgefordert. Also, hochgeachtete soziale Umwelt, wie war dein Urteil? Die TOP 5 der Kommentare will ich euch nicht vorenthalten: 5. Ich sag meiner Frau immer: „Nicht zuviel abschneiden.“ 4. Steht dir auch das Maskuline. Ist auch praktischer mit Kind. 3. Hatte meine Frau auch mal. Hab ich gesagt: „Ist ok, aber jetzt wieder wachsen lassen.“ (INSERT Gönnerhaftes …