Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buchbesprechung

We love Code – Eine Buchvorstellung für alle, die schon immer mit Computern reden wollten

Code ist überall – in unseren Weckern, im Auto, Fernseher und natürlich in Computern. Julia Hoffmann und Natalie Sontopski, Gründerinnen der Code Girls Leipzig, haben ein Buch geschrieben, das als kleines 101 des Programmierens erklärt, was große Teile unseres Alltags zusammenhält. Ich habe zwar schon in einem kurzen Rails Girls – Workshop in die Programmiersprache Ruby hinein geschnuppert und google mich sonst munter durch HTML, wenn mir etwas auf dem Blog nicht gefällt, aber sonst habe ich keine Ahnung. Also hatte, bevor ich das Buch gelesen habe. Damit war ich die perfekte Zielgruppe. We love Code ist quasi die Einführung vor der Einführung.

Ich habe „Wir kommen“ von Ronja von Rönne gelesen und ihr könnt es gern auch tun

Nun schreibe ich doch noch ein paar Worte zum Debütroman Wir kommen von Ronja von Rönne, nachdem ich ein paar Nachfragen erhalten habe, wie ich ihn fand. Eigentlich wollte ich nicht so recht, den es erscheinen in diesen Tagen eine Menge Rezensionen und es gibt wohl kaum eine Autorin, deren Debüt besprochen wird, über die so viel Meinung bereits den Raum beherrscht. Deshalb will ich auch gar nichts zur Autorin schreiben, den Meisten wird sie bekannt sein. Wer sie nicht kennt, kann sie googeln und wird merken, da gibt es schon eine Menge Ansichten zu ihr, man kann auch sagen Urteile. Ich selbst habe auch mal eines gefällt.

[Gelesen] Mädchen für alles

Charlotte Roche ist wieder da. Im Gepäck hat sie Christine, Mutter einer kleinen Tochter im Babyalter & verheiratet mit Jörg, sitzt sie in einem teuren Designerhaus & hadert mit ihrem Leben, das zur Zeit sehr von der Entscheidung für das Muttersein geprägt ist. Der Job war ihr zu anstrengend geworden, die beste Freundin auch beruflich an ihr vorbeigezogen. Die bisherigen Besprechungen, die ich gelesen habe, bei SPON und anderswo stellen insbesondere diesen Aspekt, also die Verhandlung der Mutterolle in den Vordergrund & kommen zu keinem besonders positiven Urteil. Das ist einerseits verständlich, Roche betont das Muttersein (und den amerikanischen Serienkonsum) der Hauptfigur in Interviews selbst. Da ist sie clever: Mutterbild & Vereinbarkeit sind die Themen du jour. Und doch verwundert mich nach der Lektüre, dass soviel Augenmerk auf das Muttersein der Hauptfigur gelegt wird.

[Gelesen] Girl on the Train – Mädchen im Zug

Anfang des Jahres las ich einen englischsprachigen Artikel, der eine Liste lesenswerter Bücher mit starken Heldinnen enthielt. Ich finde ihn nicht mehr, vermutlich war es im Guardian. Auf der Liste stand auch The Girl on the Train von Paula Hawkins. Ich entschied mich erstmal für Only Ever Yours von Louise O’Neill (auch zu empfehlen.) & Girl on the Train geriet in Vergessenheit. Hätte ich mich anders entschieden, hättet ihr hier eine Besprechung vor dem ganzen Hype lesen können, denn mittlerweile ist der Roman/ Thriller/ Kriminalgeschichte Stammgast auf allen Bestsellerlisten. Gerade habe ich die letzte Seite zugeklappt (äh, weiter geklickt) & ich mochte das Buch.

Gelesen: Papa kann auch stillen – Das Scheitern der Anderen und die Ökonomie von 50/50

Heute, liebe Leser & Leserinnen machen wir ein bisschen Wirtschaftstheorie. Nicht gleich wegklicken! Es geht auch um die Trendthemen du jour: stinkende Windeleimer, Wer macht den Abwasch? & Wieso machen es alle anderen so viel falscher als man selbst? Im kalten Kapitalismus arbeitet man gern mit Projekten. So etwas wie – beispielsweise – der „Wunsch nach einer gleichberechtigten Elternschaft und Beziehung und dessen Umsetzung“. Klingt gut, oder? Was auch immer gut klingt sind kernige Formulierungen, die das Engagement aller Projektbeteiligten sicher stellen. Auf die man immer wieder während langer Step Back – Workshops (wenn wieder was im Projekt schief gelaufen ist) zurückkommen kann. Um sich auf die Sache einzuschwören. Halt so Slogans wie …mhm… „50/50 Prinzip“ oder so. Ein am obigen Projekt Beteiligter formulierte das mal so: man kommt „nicht drum herum, sich ständig auf dieses Projekt zu berufen. Es hilft, wenn man dann irgendein Motto hat, dessen man sich die ganze Zeit rückversichern kann.“ Projektrollen gibt es auch.