Alle Artikel mit dem Schlagwort: Feminismus

Halbnackte selbstbestimmte Frauen in Musikvideos gibt’s jetzt auch in der Mutti-Version

Die Bezeichnung MILF ist mir das erste Mal bei American Pie begegnet, als Stiflers Mom Einzug in die Popkultur hielt. Eine Mom I’d like to fuck, also eine Mutter, mit der ich gern mal würde, ist eine Frau, die es geschafft hat, ihrer biologischen Aufgabe nachzukommen und sich trotzdem ihre – tschuldigung – F***barkeit zu erhalten. Wie wichtig die nicht nur für den eigenen Lustgewinn (Heißt, hässliche Menschen haben keinen Sex.), sondern auch für die gesellschaftliche Position und das berufliche Fortkommen ist, hat Amy Schumer bereits in ihrem Sketch Last F***able Day festgestellt.

Nun also Fergie. Die Sängerin, ehemals Mitglied der Black Eyed Peas mit anständiger Solokarriere hinten dran, meldet sich nach ein paar Jahren (War da nicht ein Kind?) mit M.I.L.F. $ zurück. Einer feministischen Hymne, wie ich heute las. Weiterlesen

Frauen, erhebt eure Stimme – aber bitte richtig.

Es gibt eine Bibi Blocksberg-Folge, in der eine leicht genervte Barbara Blocksberg Bibis Bruder zuraunt: „Boris, quietsch nicht immer so!“ Frau Blocksberg, die Geschlechterklischees sonst super beherrscht, liegt hier ausnahmsweise falsch. (An dieser Stelle sei die Highlightfolge Ohne Mami geht es nicht, in der Bibis Vater versucht eine Dose Nudelsoße mit der Bohrmaschine zu öffnen, nicht empfohlen.) Frau Blocksberg also, hat die Situation diesmal verkannt. Denn Jungs quietschen eher selten. Mädchen und Frauen dafür umso mehr. Ihre Stimme zu hören, stößt manchen nicht nur metaphorisch auf. Sie ist bereits aufgrund der Tonlage eine Belastung für das männliche Ohr. Es sei denn, es geht um Sex. Da ist man(n) geneigter, Defizite zu ertragen. Als Beischlafgenossin bevorzugt man die hohen Tonlagen und Frauenstimmen werden sogar höher, je näher der Eisprung liegt. Hey, du da, nicht mit dem Kopf schütteln! Alles wissenschaftlich bewiesen. (Vorsicht: Link führt zur BILD.)

Während bei uns eher gepiepst wird, wird andernorts geknurrt. Weiterlesen

Fahrradgesicht oder Seid einfach keine Idioten (m/w)

Heute ist der Tag der großen Essays. Aber es will mir nicht gelingen. Ich überlege, woran es liegen könnte. Wer sind die Frauen und was wollen sie? Eine Frage, die 1999 n.Chr. schon die große Philosophin Christina Aguilera nur vage stellte: What a girl wants, what a girl needs nanana, lalala, something, hm…Was „was“  ist, bleibt im Dunkeln. Auch wenn wir uns inzwischen vom Sony Discman zum iPhone vorgearbeitet haben, klingt die Frage auch im neuen Jahrtausend noch in den Ohren.

Aber das ist es nicht. Frauen mögen keine homogene Masse mit gemeinsamen Wunschzettel sein. Aber es fällt genug ein, was man auf den Forderungskatalog setzen könnte: Sexualstrafrecht, Equal Pay, Care Arbeit, humane Arbeitskultur, steuerliche Förderung von Kindern und nicht der Ehe. Was ich eigentlich schreiben will, hat wahrscheinlich einfach wenig mit Feminismus zu tun. Oder ganz viel. Weiterlesen

Ein gänzlich unironischer Text über meinen Feminismus

Jetzt habt ihr geklickt & freut euch auf ganz viel Ironie, oder? Irgendwas mit Butter, Lippenstift oder Frauengeschenken in Weihnachtskatalogen vielleicht?

Heute nicht, meine Lieben. Und das kam so. Kato vom Blog Innocent Glow hatte eine super Idee zu einer Blogparade. Eine so tolle Idee, dass es die erste Blogparade ist, bei der ich mitmache. Blogger & Bloggerinnen verteilen untereinander Themen & zwar solche, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen. Nicht das, worüber man sonst so schreibt. Veröffentlicht werden alle Texte am 1. Mai, die ganze Liste findet ihr bei Kato.

Ich habe Wibke (die „in Ghana ihr Herz verloren hat“) vom Reise- & Lifestyleblog Sonnenstrahlenmomente gebeten, über ghanaische Frauenbilder & Schönheitsideale zu schreiben & freue mich schon auf den Text.

Leah (ihr Blog heißt Splitter vom Glück – dass das alles dicke Leseempfehlungen sind ist klar, oder?) durfte für mich überlegen. Sie schrieb mir: Weiterlesen

Warum mich die moderne Butter anekelt

Ich mag keine Butter und ich brauche sie nicht. Butter ist langweilig. Mich nervt, dass Butter so gehypt wird. Ich muss nicht alles über Butter wissen, um sie doof zu finden. Ich weiß auch nicht viel über die USA und finde die auch doof. Das ganze Land.

Ehrlich gesagt, eigentlich bin ich hier nämlich das Opfer. Mit meiner Butterabneigung bin ich doch die Minderheit. Man wird ja sozusagen allerorten zur Butter geprügelt, obwohl die ganze Welt eigentlich Margarine essen will. Weiterlesen