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#5 Die kleine Geburtstagsfolge – Unbeschrieben-Podcast

Drei Jahre gibt es das makellosmag schon. Ohne den Blog hätte es wahrscheinlich kein Buch gegeben. Deshalb denke ich ein wenig über die vergangene Zeit nach, über Statistiken und was eigentlich Blogerfolg bedeutet, wie die Texte entstehen und wie viel Privates man teilen möchte. Am Ende lese ich dann noch einen meiner persönlichsten Texte. Übrigens, das Buch zum Podcast kann man inzwischen vorbestellen. Es heißt „Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne“.

Gedankenschnipsel zu Schönheit, Männern im Wald und zu vielen Möglichkeiten

Was meistens passiert, wenn ich hier ankündige, dass es wohl in der nächsten Zeit nicht so viel von mir zu lesen geben wird, ist Folgendes: Auf einmal lauern hinter jeder Ecke Gedanken. Ich tippe sie dann zuverlässig in meinen Entwürfeordner und dort bleiben sie meistens auch. Aber, so dachte ich mir dieses Mal, das muss ja nicht immer so sein. Ich kann mir meine Blogwelt schließlich so machen, wie sie mir gefällt. (Und brauche dafür nicht einmal ein Äffchen und ein geschecktes Pferd auf der Veranda. Oder erstmal eine Veranda.) Genau deshalb gibt es jetzt einfach ein paar Gedankenschnipsel von mir. Und ihr könnt mir gern sagen, ob ihr so etwas auch gern lest. (Sind Schnipsel eigentlich das Gleiche wie Schnitze? Meine Apfelschnitze sind nämlich nicht besonders beliebt.)

Hallo, ich hänge

Hallo, ihr da draußen, ich hänge ein wenig. Viel war nicht los auf dem Blog im letzten Monat und vielleicht bleibt das sogar noch ein wenig so. Ich hänge nämlich. Das ärgert mich ein bisschen und irgendwie auch nicht, weil es ein gutes Hängen ist. Ich hänge hier  nämlich ziemlich komfortabel und glücklich in meinem Leben herum und das mag ich sehr. Draußen wird es hoffentlich bald richtig schön und nachdem ich erfolgreich erklären konnte, warum wir jetzt wieder im Hellen Schlafen gehen, sind es noch schönere Tage, die uns bevorstehen, davon bin ich überzeugt.

Nicht mal im Schlaf hat man seine Ruhe

Es begab sich aber zu einer Zeit, als ich ziemlich ausgelaugt war, dass ich mich in ein small-talkiges Gespräch mit einem Managementcoach verwickeln ließ. Normalerweise versuche ich diese zu umschiffen, obwohl die meisten sicher nette Menschen sind. Aber Berufsgruppen mit hohen Stundensätzen und dem Zusatz „Coach“ im Namen (Fitness-, Lifestyle-,Karriere-, Glänzendere Haare-,) lösen bei mir leider oft ein kriechendes Unwohlsein aus. Der Auslöser des Gespräches war mein Gähnen in der Kaffeepause. „Guter Schlaf ist ein wichtiger Karrierefaktor.“ kommentierte der Coach, der sich auch gerade neben der Milch aufgebaut hatte.

Altpapier-Poesie

Allerspätestens mit den ersten Sonnenstrahlen war klar, dass der Kartonfriedhof auf dem Balkon verschwinden musste. Wir haben einen ziemlich ansehnlichen Balkon ordentlicher Größe, aber das Papier hatte ihn fast verschwinden lassen. Alles begann mit den vor Weihnachten eintreffenden Paketen diverser Versandhändler. Es war draußen so kalt und so ungemütlich und irgendwie schlief das Baby immer oder hatte schlechte Laune oder ich hatte gar keine Lust, es in 25 Schichten Jacken zu hüllen, um das bisschen Papier loszuwerden.