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Warum mich die Fruchtbarkeitsperformance von Beyoncé nervt

Beyoncé hat wieder zugeschlagen. Mit spektakulären Bildern gab sie die zweite Schwangerschaft bekannt. Ihre erste Tochter Blue Ivy ist fast fünf und jetzt kommen die Zwillinge. Die dazugehörigen Fotos, irgendetwas zwischen Kunst und Kitsch, lösten vom Schmunzeln und kleinen Lästereien bis hin zu uneingeschränkten Begeisterungsstürmen so ziemlich alles aus. Inmitten von Blumen findet man den Megastar, mit einem Schleier bedeckt oder im Wasser schwebend. Über allem liegt ein hübscher Filter und selbst das rote Auto, auf dem Beyoncé den Babybauch streichelnd verweilt, wirkt nicht deplatziert inmitten dieser natürlichen Künstlichkeit. Narzisstisch kann man das nennen, aber Bescheidenheit war noch nie eine von Beyoncés Charaktereigenschaften. Und ehrlich: Wieso sollte sie dies auch sein? Angesichts ihrer Erfolge.

Stoppt den Weihnachtsessen-Hass

Es passiert jedes Jahr kurz nach Weihnachten. Es passiert in den sozialen Netzwerken und im realen Leben. Menschen erzählen von ihrem Weihnachtsfest und sie erzählen vom Essen. Sie stöhnen, sie stöhnen sehr laut, sie beschweren sich. Sie sind sich sicher, dass sie bis Silvester eigentlich gar nichts mehr essen müssten. Mindestens. Sie klopfen auf ihre Mini-Bäuchlein und sagen „Heute geht es zum Ultraschall.“ Sie detoxen, sie joggen. Sie sagen: „Jetzt aber wieder auf Linie, jetzt wieder in die Spur.“ Sie meinen, sie haben sich etwas ruiniert: ihre Diät, ihre gesunde Ernährung, ihren sonst von schädlichen Einflüssen freigehaltenen Körper. Ich bin müde, ich kann es nicht mehr hören. Eigentlich wollte ich einen lustigen Post darüber schreiben, wie ich erstmalig nach Weihnachten wieder eine Hose ohne Gummizug anziehe. Aber es hat mir meinen Humor vertrieben. Denn sie ruinieren sich nur eines, ihr vergangenes Weihnachtsfest. Und meines auch.

Gedrittelter Nachtisch

Liebe X, wir müssen reden. Weißt du, ich muss für so eine Verabredung zum Abendessen ein paar Dinge arrangieren. Deswegen bin ich auch ein bisschen egoistisch, wenn es um solche Abende geht. Ich möchte, dass ich Spaß habe. Ich freue mich auch auf ein Essen, das nicht aus kindertauglichen Frikadellen, Nudeln oder in Püree verstecktem Gemüse besteht. Und ich freue mich auf dich. Auf gute Gespräche mit dir. Beides funktioniert nicht mehr, seit du nicht mehr halbe, sondern nur ein Drittel von einem Nachtisch bestellst.

Das Taschentuch von Usain Bolts Mutter

Wenn das Kind etwas Großes leistet, kann man sich als Mutter einer Sache sicher sein: Man wird befragt nach der eigenen Zauberformel. Mit dem Versprechen auf welches Haustier wurde der kleine Beethoven so zuverlässig zum Klavierunterricht angehalten und von welcher Marke war eigentlich Goethes erster Füller? Nun, diese beiden Geheimnisse des Good Parenting werden wir leider nie erfahren. Nicht, weil niemand da war, um die Fragen zu stellen. Sondern weil diese beiden Mütter – wie viele andere im 18. Jahrhundert – früh an etwas starben, was man heute allgemeine Erschöpfung (gern gepaart mit Schwindsucht und anderen Scheußlichkeiten) nennen würde. Soviel zum Thema Vereinbarkeit. Heutige Mütter haben es vermutlich doch ein wenig einfacher und können sich von Zeit zu Zeit richtig freuen. Über die Leistungen ihrer Kinder. Und dazugehörige Fragen.

LOL – Willst du mein Gesicht lecken?

Wenn ich nachts wach liege, denke ich manchmal daran, was ich am nächsten Tag kochen könnte. Andere lauschen in die Stille, ob der Wasserhahn tropft oder sorgen sich um ihren Kontostand. Hollywoodschauspieler Ryan Reynolds liegt sicher oft wach und überlegt, warum einige seiner Fans nicht lesen können, obwohl sie so viel schreiben. Wann immer er bei Twitter Einblicke in seinen Alltag – wie, sagen wir mal – „Das Wasser unter der Dusche war heute Morgen sehr kalt.“ gibt, erhält er Antworten, die mit seiner Ursprungsaussage nichts zu tun haben. Die Sache mit dem Wasser kann man auf verschiedenste Art kommentieren, von wohlwollend („Check doch mal den Boiler.“) bis aggressiv („Was bist du denn für eine Lusche, ich dusche immer kalt!“)