Monate: November 2015

Das 6-Monatskind ist sehr lady-like – Royale Nachhilfe in Rosa-Hellblau

Als britischer Royal ist das Leben vermutlich eher so gähn. Ständig muss man irgendwo auftauchen, Bänder durchschneiden & Hände schütteln. Dabei weiß man nie, was man anziehen soll. Ein neues Outfit suggeriert Verschwendungssucht oder Modebewusstsein, ein bereits getragenes Nachlässig- oder Sparsamkeit. Am Ende geht es sowieso nur um die Fotos. Und vielleicht noch um ein paar private Worte, die sich gut in bunten Blättern machen. So geschehen in der letzten Woche bei unserem Lieblingsvorzeigeehepaar William & Kate. Beim Besuch einer Selbsthilfegruppe für Suizidgefährdete wurden sie ganz themenkonform nach dem Befinden des Nachwuchses befragt. George, so Kate, sei der „lautstarke, große Bruder“, ein „Wirbelwind.“ Auch wenn man es beim stets wohlfrisierten, pullundertragenden Kleinkind nicht auf den ersten Blick vermuten mag, so überrascht mich diese Aussage kein bisschen.

Wie man keinen Roman schreibt – #NaNoWriMo – Rückschau

Seit ich denken kann, schreibe ich. Es gibt Schulhefte mit ersten Geschichten in krakeliger Schrift und sogar einen Roman aus der ganz frühen Jugendphase, bei dem ich bisher allerdings noch nicht den Mut aufbringen konnte, mal wieder reinzuschauen. Das Anlesen der zufällig wiederentdeckten Tagebücher meines 12jährigen Ichs hatte mir erstmal gereicht. Ich bin da ziemlich kritisch mit mir. Das Bloggen hat eine Lücke gefüllt und ich liebe es sehr. Wie Wörter sich finden, aneinander reihen & Texte entstehen, wie auf einmal aus Nichts etwas entsteht, wie sich ein Bogen ergibt, ein passendes Ende – das überrascht mich immer wieder & ist nicht nur befriedigend, sondern manchmal fast magisch.

Warum Retro-Werbung zur Gewichtszunahme kein Grund zur Freude ist

Sie tummeln sich schon eine Weile in den sozialen Netzwerken: Retro-Werbeanzeigen, die verzweifelten dünnen Frauen versprechen, wie sie todsicher ein paar Kilo mehr auf die Rippen bekommen. Das teilt man natürlich gern in Zeiten von Figurdruck & Bäuchen, die nur mit Sixpack so richtig fit sind. Erst am Wochenende freuten sich zwei Frauenzeitschriften, denn früher war alles besser. Es ist der altbekannte Seufzer: Damals, gemeint sind ca. die 30er bis 60er, waren Kurven eben sexy. Das waren noch Zeiten. So erfrischend es auch sein mag, eine Beautyindustrie zu betrachten, die der Gewichtszunahme applaudiert, so klar wird bei der genaueren Betrachtung der Anzeigen: wirklich anders ist hier nichts.

Die griechische Handwerker-Tragödie

Es beginnt harmlos mit einem tropfenden Wasserhahn, schlechtem Fernsehempfang oder dem seltsamen Geräusch aus dem Kühlschrank. Meist ist auf das eigene Unterbewusstsein Verlass, welches das Problem zunächst konsequent ignoriert. Denn es weiß, was es erwartet. Irgendwann wird es dennoch offenbar: aus dem Wasserhahn rinnt es mittlerweile so laut, dass das Geräusch nur noch vom Kühlschrank übertönt wird, während man sich wundert, dass kein Darsteller in der Lieblingsserie das gigantische schwarze Loch thematisiert, was sich über den Bildschirm bewegt. Du hast ein Haushaltsproblem. Die Zeit des Leugnens ist vorbei & wie bei allen schwerwiegenden Lebenskrisen, wird zunächst google zu Rate gezogen. Nachdem das youtube-Video von Paul, der ein ähnliches Problem mit einer Mischung aus Backpulver, Essig & Speisestärke in den Griff bekommen hat, durchprobiert ist & Partner/ Freunde/ Bekannte darauf bestanden haben, „mal was zu probieren“, was die Sache erfahrungsgemäß verschlimmert hat, ergibst du dich deinem Schicksal & machst dich auf die Suche nach „jemandem, der sich mit so etwas auskennt“ – oder zumindest so tut als ob. Bald wird dich ein Handwerker besuchen.  

10 neue Werbeideen für Theo Müller

Wer dachte, der verfrühte Regaleinsatz von Spekulatius & Lebkuchenherzen im Supermarkt seines Vertrauens – gefühlt kurz nach Ostern – sei der größte Feind aufkommender Weihnachtsstimmung, hat nicht mit Müllermilch gerechnet. Die brachten in der letzten Woche ihre Weihnachtsedition ins Kühlregal. Die sieht so aus (Link zum Tweet): Der Kommentar aus der Konzernzentrale zur Empörung auf Twitter ließ nicht lange auf sich warten.