Monate: September 2015

Bauchliebe

Mit dem Text bin ich auch bei Edition F – Come say hi!. Es mag darin liegen, dass ich gerade ziemlich bauchfixiert bin. Oder meinen Bauch noch deutlicher als vorher wahrnehme, weil er mir ständig im Weg zu sein scheint. Dann ging ich heute an der Auslage im Zeitschriftenladen vorbei & scheinbar überall gab es Tipps für den Bauch – den flachen, muskulösen Bauch. Mir tut dieser coole Körperteil sehr leid, der diese ganzen unglaublichen Dinge vollbringt: wie Babys beherbergen, einen Kuschelplatz für Kinder & andere zu bieten oder – um etwas Alltäglicheres zu nennen – Essen zu verdauen. Die negative Aufmerksamkeit, die Zurückweisung seiner normalen Form, die sich manchmal bis zum Ekel steigert, das hat der Bauch nicht verdient.

Wie Apple das Ende der Selfies einläuten will

Wisst ihr noch, damals, vor noch nicht einmal 72 Stunden, als ich noch sehr gelassen war? Ich habe gelogen in dem Post. Ich habe nämlich in den zwei Tagen durchaus auch ungeliebte Dinge getan: Sicherheitskopien vom Blog gezogen & die Apple-Software aktualisiert. Beim letzen Mal tauchte als böse Überraschung die Health App auf & ich dachte, es könnte nicht schlimmer kommen. Dieses Mal haben sich die freundlichen Appleentwickler im Matewahn aber noch etwas viel Tolleres ausgedacht. Es gibt jetzt ein extra Album für Selfies in meinen Fotos. Für alle Selfies. Die werden irgendwie automatisch erkannt & zusammengesammelt. Vorbei sind also die Zeiten, in denen jemand zufällig beim Durchscrollen deiner Fotos bei deinen längst vergessenen Selbstporträts gelandet ist.

Musings

Ich habe in den letzten zwei Tagen drei Jane-Austen Verfilmungen gesehen, geschlafen, wenn ich schlafen wollte. Ich habe wieder mal in vielen Blogs nachgelesen & den Zeitungsstapel verkleinert. Ich habe ohne Hast gekocht & mir Zeit gelassen beim Einkaufen dafür. Ich habe ein bisschen aufgeräumt aber den richtigen Wäschestapel liegen lassen. Ich habe mir Gedanken gemacht, Musik gehört & war allein mit mir. Es war himmlisch. (An dieser Stelle ein Hoch auf Oma & Opa, die das Kind bespaßt haben. Ich liebe euch.) Man könnte sagen, ich habe klassisch prokrastiniert. Ich bevorzuge die Bezeichnung, dass ich mir ein Gelassenheitspolster gebaut habe.

[Gelesen] Girl on the Train – Mädchen im Zug

Anfang des Jahres las ich einen englischsprachigen Artikel, der eine Liste lesenswerter Bücher mit starken Heldinnen enthielt. Ich finde ihn nicht mehr, vermutlich war es im Guardian. Auf der Liste stand auch The Girl on the Train von Paula Hawkins. Ich entschied mich erstmal für Only Ever Yours von Louise O’Neill (auch zu empfehlen.) & Girl on the Train geriet in Vergessenheit. Hätte ich mich anders entschieden, hättet ihr hier eine Besprechung vor dem ganzen Hype lesen können, denn mittlerweile ist der Roman/ Thriller/ Kriminalgeschichte Stammgast auf allen Bestsellerlisten. Gerade habe ich die letzte Seite zugeklappt (äh, weiter geklickt) & ich mochte das Buch.

Das echte Leben pt. II – by makellosmag

Das echte Leben ist eine lose Blogserie, die auf wenig wesentliche Wochenereignisse blickt. Die Erkenntnis der Woche traf mich wie ein Schlag, obwohl es mir angesichts der Omnipräsenz der gelben TicTacs schon viel früher hätte auffallen müssen. Es gibt keine weiblichen Minions! Die Erklärung des Filmemachers mag einen als Angehörige des weiblichen Geschlechts zunächst ein wenig den Bauch pinseln: „Seeing how dumb and stupid they often are, I just couldn’t imagine Minions being girls,”. Aha, die Minions sind also so blöde, dass sie als Frauen nicht richtig funktionieren würden.