Monate: Februar 2015

Was würden die coolen Frauen tun?

In Wochen wie diesen, mit wenig Schlaf & einer gefühlten Idiotenpopulation von 98% auf diesem Planeten, neige ich dazu, mit mir selbst hart ins Gericht zu gehen. Was kann ich ändern, damit die Welt ein bisschen weniger irre ist? Sehe ich alles zu schwarz? Müsste ich einfach ein bisschen entspannter sein? Als reinigende Soforthilfemaßnahme zur Aufrechterhaltung meiner psychischen Gesundheit, kommt mein Unterbewusstsein immer zuerst auf die Idee, ein paar verrückte Dinge zu tun. In meinem Kopf spukt dann so allerlei herum. In den gut besetzten Fahrstuhl einsteigen & sagen: „Sie wundern sich sicher, dass ich sie heute hier versammelt habe.“ oder nach Betreten der Umkleidekabine „Hey, hier ist ja gar kein Toilettenpapier!“ rufen. Vanillepudding in ein Mayonnaiseglas füllen & morgens in der U-Bahn essen. Ich weiß, mein Humor im richtigen Leben steht dem von Otto in nichts nach. Ich wäre auch lieber Loriot. Das mache ich ja auch alles nicht. Bis auf die Fahrstuhlgeschichte, die hier nicht zur Nachahmung empfohlen wird. Dafür tue ich andere sinnlose Dinge. Nachts alte Schulfreunde auf LinkedIn stalken, obwohl man …

Gelesen: Papa kann auch stillen – Das Scheitern der Anderen und die Ökonomie von 50/50

Heute, liebe Leser & Leserinnen machen wir ein bisschen Wirtschaftstheorie. Nicht gleich wegklicken! Es geht auch um die Trendthemen du jour: stinkende Windeleimer, Wer macht den Abwasch? & Wieso machen es alle anderen so viel falscher als man selbst? Im kalten Kapitalismus arbeitet man gern mit Projekten. So etwas wie – beispielsweise – der „Wunsch nach einer gleichberechtigten Elternschaft und Beziehung und dessen Umsetzung“. Klingt gut, oder? Was auch immer gut klingt sind kernige Formulierungen, die das Engagement aller Projektbeteiligten sicher stellen. Auf die man immer wieder während langer Step Back – Workshops (wenn wieder was im Projekt schief gelaufen ist) zurückkommen kann. Um sich auf die Sache einzuschwören. Halt so Slogans wie …mhm… „50/50 Prinzip“ oder so. Ein am obigen Projekt Beteiligter formulierte das mal so: man kommt „nicht drum herum, sich ständig auf dieses Projekt zu berufen. Es hilft, wenn man dann irgendein Motto hat, dessen man sich die ganze Zeit rückversichern kann.“ Projektrollen gibt es auch.

Words…don’t come easy to me

Heute erschien auf kleinerdrei ein Text über ungebetene Fragen nach dem Bauchumfang, die sich bei Trägerinnen des XX-Chromosom gern in der Frage nach einer möglichen Schwangerschaft äußern. Die Autorin schreibt: „Ebenso, wie es ein No-Go ist, ungefragt schwangere Bäuche anzufassen (just don’t), ebenso unangemessen und übergriffig finde ich es, Leute nach ihrem reproduktiven Status zu fragen. Es ist peinlich und unangenehm für alle, wenn die befragte Person nicht schwanger ist (seriously: super awkward!), und das in unterschiedlichen Facetten, je nachdem, ob die Person überhaupt keinen Kinderwunsch hat, eine Fehlgeburt hinter sich hat oder seit Jahren vergeblich versucht, schwanger zu werden. Auch, wenn sie es ist, ist es meistens unpassend. Lieber sollte die schwangere Person die Hoheit darüber haben, wann und mit wem sie diese Info teilt.“ Zuerst begann ich zu nicken. Agree. Ich empfand es auch als unangenehm, wenn man mir ohne Vorwarnung an den Bauch gefasst hat.

Wie mein Herz verbutterte & mein Horrorfilmkonsum dahinschmolz

Nun ist es gerade ziemlich modern, verlauten zu lassen, dass Kinder unglaublich anstrengend & nervig sind, man sie aber trotzdem bekommen sollte. Da mache ich mal mit. Leute, kriegt Kinder. Sie bringen einen um Einiges. Ihr kennt das, so Dinge wie Karriere (die man vielleicht gar nicht haben wollte & sonst auch nicht auf dem Silbertablett serviert bekommt), langweilige Abende in langweiligen Clubs inklusive dem Versumpfen auf Sofas am Sonntagmorgen danach (alles gesagt) & natürlich Schlaf (Ok, hier wird’s tricky. Das IST die miese Seite.). Mein Kind hat mir aber etwas genommen, dem ich wirklich hinter her trauere. Es hat mich aufgeweicht & mein Herz verbuttert. Denn, ich kann keine Horrorfilme mehr sehen.

Die einzige akzeptable Valentinstagsunterwäsche

Ladies, ladies, ladies, ich bin sicher nicht die Erste, die euch daran erinnert. Aber die wichtigen Dinge kann man einfach nicht oft genug sagen. Am Valentinstag müssen wir uns ein bisschen ins Zeug legen. Womöglich bekommen wir Blumen oder Pralinen. Oder gar Schmuck. Da sollte es kein gedankenloses, plumpes Gegengeschenk sein. Am Besten verpacken wir uns selbst. Im Vorfeld des großen Tages leistet die Frauenzeitschrift-Konsumindustrie ganze Arbeit. Passende Unterwäsche lautet die Antwort. Ganz schön viel Aufwand für etwas, dass irgendwann mal eher einen hygienischen als ästhetischen Nutzen hatte. Aber das ist lang her. Heute ist es quasi selbstverständlich, sich im Vorfeld des Tages (und irgendwie auch aller anderen Tage) ein bisschen mehr Gedanken darüber zu machen, wie man sich untenrum am Besten präsentiert.