Alle Artikel in: Gastbeitrag

Gastbeitrag: Szenen einer Ehe oder Fightclub

Als dieser Gastbeitrag zu mir flatterte, ging es mir bei der Lektüre ungefähr so: lesen, stutzen, lesen, stutzen, lesen, ah, wie cool. Genau deshalb mochte ich ihn so gern. Er zwang mich nämlich, die Verwirrung auszuhalten. Und er appellierte an meine Liebe zu Ironie und Sarkasmus, die ja angeblich im Internet gar nicht funktioniert. Was natürlich überhaupt nicht stimmt. Also, ohne weitere Vorrede, viel Spaß beim Lesen. Mein Mann und ich, wir schlagen uns. Das war natürlich meine Idee. (Ich find ja, die guten kommen meistens von mir). Ich bin auch diejenige, die die Regeln für unsere Schlägereien festgelegt hat. Freestyle geht natürlich nicht, weil, wenn er immer gewinnt, ist es ja blöd. Und leider sind die Männer uns Frauen körperlich überlegen. Immer noch. Obwohl das nur erfunden wurde, damit sie besser jagen können. Damals, als sie uns noch ernähren mussten.

Gastbeitrag: Frau liebt Frau

„Es ist was es ist, sagt die Liebe.“ schrieb der Dichter Erich Fried (und sang später die Band MIA). Und damit sollte eigentlich alles gesagt sein. Ist es aber leider oft nicht. Jamie hat in diesem Monat einen sehr persönlichen Gastbeitrag geschrieben, der irgendwie wieder zu Fried zurückführt. Analysiert die Liebe nicht, sagte er in seinem Gedicht, aber vor allem auch – beurteilt sie nicht. Danke Jamie für deine Offenheit und deine wunderbaren Sätze. Das erste Mal verliebt sein ist wohl etwas, das niemand vergisst. Das erste Kribbeln im Bauch, die Vorfreude, das Verlangen, dem Menschen nahe zu sein. Und doch wurde ich dafür ausgelacht und gehänselt. Denn ich verliebte mich nicht in einen Jungen, wie sich das für ein Mädchen nun mal gehört. Nein, mein Herz blieb bei Frauke hängen.

Gastbeitrag: Typen beim Onlinedating

Als ich die Rubrik Gastbeiträge eröffnete, wünschte ich mir etwas über das Singleleben. Danke an Maike, die mir diesen Wunsch erfüllt hat. Neben der Tatsache, dass sie ziemlich witzig ist, macht Maike außerdem sympathisch, dass sie ihren Text fast ein wenig schnöde „Typen beim Onlinedating“  nannte. Und damit der Versuchung widerstand, aus ihm einen dieser Listenartikel zu machen. Ihr wisst schon: „Die 6 Typen, die du kennen musst, bevor du zur Liebessuche online gehst. Nimm dich besonders vor Nummer 2 in Acht.“   Hier kommt ihr Gastbeitrag:

Gastbeitrag: Fleabag ist die beste Serie, die 2016 niemand gesehen hat

Serien sind super. Ganz am Anfang liebte ich Clarissa, dann schaute ich selbstverständlich Beverly Hills und Melrose Place, es folgten Sex and the City, Roswell, The O.C. oder Gilmore Girls. Zuletzt habe ich Good Girls Revolt in einem Rutsch durchgeschaut und bin immer noch sauer, dass keine zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde. Und jetzt, wie weiter? Meine fabelhafte Gastautorin weiß Rat. Sie hat eine Serie für uns entdeckt, die bisher völlig zu Unrecht unter dem Radar lag. Und das ist ihr Text dazu.  Ich liebe Furzwitze. Fäkalhumor ist etwas, was mich mehr zum Lachen bringt, als es ein „kluger“ Witz jemals könnte. Es passiert durchaus, dass ich bei Filmen, wie etwa Deadpool oder Bridesmaids Tränen lachen muss. Viele Menschen scheinen schockiert, wenn sie meine Begeisterung für „unreifen Humor“ entdecken. Ich dachte, das läge daran, dass ich recht ruhig wirken kann, wenn ich neue Menschen kennenlerne. Oder daran, dass ich generell wohl sehr brav wirke. Das ist sicher mit ein Grund, aber ich glaube, es liegt auch daran, dass ich eine Frau bin.

Gastbeitrag: Meine facebook-Freundin

Viele Artikel wurden zu dieser Studie geschrieben. Der, die herausgefunden haben will, dass uns das Betrachten anderer Leben im Netz unglücklich macht.  Die Argumentationskette scheint logisch. Die Meisten posten eben häufiger Sonnenuntergänge und das eigene lachende Gesicht als Tränen, perfekte Leben also. Und wir fühlen uns klein. Unsere Reaktionen auf Postings scheint aber auch auf anderer Ebene beinahe automatisiert: Wir vergleichen, wir bewerten, wir beneiden, wir verdammen. Umso mehr habe ich mich über diesen Gastbeitrag von Julia gefreut. Weil er ehrlich ist und eine Brücke schlägt, wo wir sonst immer gleich zu wissen glauben, wo der Graben verläuft. Bevor ihr los lest, sei euch noch Julias wunderbarer eigener Blog (ebenso wie ihre anderen Onlineaktivitäten) aufs Wärmste empfohlen. Mit klugen, manchmal fast poetischen Texten – und immer mit einem emphatischen Blick auf die Welt.