Alle Artikel in Job & Vereinbarkeit

Von Schwangerschaftseinhörnern und dem Tag, an dem ich Kim Kardashian verstand

In der Hollywood – RomCom Was passiert, wenn’s passiert ist gibt es ein magisches Schwangerschaftseinhorn. Gespielt wird es nicht von Cameron Diaz, der man für den gleichen Film einfach einen dicken Bauch auf den trainierten Körper geschnallt hat, sondern von Topmodel Brooklyn Decker. (Der man – btw – auch einen Bauch auf den Modelkörper geschnallt hat.) Brooklyn Decker also schlendert auf Mörderhighheels mit Fohlenbeinen aus einem Kinderbekleidungsgeschäft nachdem sie wortreich erklärt hat, wie super es ihr mit der Schwangerschaft geht (voller Energie & Ideen, pregnancy glow & so.) Die Verkäuferin erklärt den ungläubig staunenden anderen Schwangeren, dass es sich hierbei um ein magisches Schwangerschaftseinhorn handelt. Etwas, das es eigentlich nicht gibt. Und wenn, dann als Ausnahme von der Regel.

Ich bin leider kein magisches Schwangerschaftseinhorn. Das habe ich mit Kim Kardashian gemeinsam. Gott weiß, ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Satz einmal tippen würde.  Weiterlesen

Sprechen ohne etwas zu sagen – Die Meeting-Edition

Ah, Meetings, Steering Committees, Projektgruppen…Immer wieder schön, immer wieder ein Quell anthropologischer Beobachtungen. Mittlerweile wissen gute Manager natürlich um die zeitfressende Komponente dieser Zusammenkünfte, weswegen es diverse lustige Techniken gibt, um den Output der hauseigenen Human Ressources durch Effizienzsteigerung eben dieser Meetings zu verbessern.

Meetings 1×1 – Wie man den Output maximiert & die Mittagspausen verlängert

Ich habe schon einiges erlebt: Weiterlesen

Das Lied von den richtig erfolgreichen Frauen macht mich ziemlich müde

Ich bin ein bisschen müde. Das liegt daran, dass es mir immer schwerer fällt, eine bestimmte Platte zu hören. Die Platte heißt Schaut mal hier! und der Song in Dauerschleife trägt den Titel Die richtig erfolgreichen Frauen. Es kommen immer mehr Strophen hinzu, der Inhalt bleibt gleich. Die richtig erfolgreichen Frauen sind natürlich die beruflich erfolgreichen Frauen. In Wirtschaftswoche & ManagerMagazin sind sie angekommen & werden portraitiert. Online buhlen sogar mehrere Heimstätten um das, so wird vermutet, auch sehr kaufkräftige Klientel (der feuchte Traum jeden Werbers – Shoppingsucht vereint mit Topgehalt).

Die modernen Heldinnenepen haben eines gemeinsam. In Allgegenwart der gläsernen Decke verstehen sie diese Frauen als etwas Besonderes, als etwas Einzigartiges. Weiterlesen

„Wie ist das denn für sie, wenn Mitarbeiter mehrere Monate aussteigen? Sie sind ja nicht die Arbeiterwohlfahrt.“

Am Montagabend stolperte ich über die story in der ARD. Papa, trau dich! hieß es da, eine Reportage über Väter zwischen Kind & Karriere. Das klang interessant genug, um dranzubleiben. Die Sätze aus dem Off führten schnell dazu, dass mir der Mund offen stand & ich mir den Laptop schnappte. Inzwischen hat auch die FAZ über die Doku geschrieben. (Der Fluch des Bloggens, wenn man einen Text liegen lässt, weil man noch etwas daran machen will & dann die Tage verstreichen.) Ich beschloss heute aber doch nicht auf „löschen“ zu klicken, sondern die Best-Off Sätze mit der Welt zu teilen.  Weiterlesen

Die Niveafrau & ich: Es ist Zeit für eine kritische Selbsteinschätzung

Ich bin gerade über eine alte Werbung gestolpert & habe nun große, große Schuldgefühle. Euch kann ich es ja sagen. Bis vor 20 Minuten dachte ich, ich mache das eigentlich alles ganz gut: Arbeit, Kind & das bisschen Haushalt. Dann trat die Niveafrau in mein Leben. Seitdem hat sich – frei nach Erich Kästner – der böse Zwerg Selbstzweifel an mein Bett gesetzt. Dass die Niveafrau um Längen besser aussieht als ich – damit hätte ich umgehen können. Eine kritische Medienanalyse, die mittlerweile auch BILD und BUNTE erreicht hat, hat für uns schließlich alle Photoshoplügen entlarvt. Aber die Niveafrau kann so viel mehr als gut aussehen. Sie ist das Perpetuum mobile, das letzte Einhorn.

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