Alle Artikel in: Schönes & Banales

Die SHAPE-Frau macht Urlaub

Kommt mit, heute besuchen wir wieder eines dieser Fabelwesen vom Zeitschriftenkiosk. Ihr müsst nicht leise sein, die SHAPE-Frau ist nicht scheu. Eher so Boom!!! Hier bin ich. Und effizient ist sie. Wie bereits der Blick auf das Cover der Fitnesszeitschrift offenbart. Denn keine ihrer maßgeblichen Lebensaktivitäten dauert länger als 5 Minuten. Und sie liebt Ausrufezeichen. Mit 5 Minuten seid ihr beim Fasirgendwas – Workout dabei (Da wabbelt nichts mehr!). Mit ganz winzigen Tricks – mikroskopisch sozusagen – kriegt man endlich den flachen Bauch (Ganz nebenbei!). Die Instagram-würdige Taille gibt es in nur einer Minute. Dafür müsst ihr nur euren Kleiderschrank je nach Körperform komplett neu bestücken. Ihr wisst schon Birne, Apfel oder Kiwi, falls ihr euch schon eine Weile nicht die Beine rasiert habt. Um euch dann olympiareif in einer Minute das entsprechende Outfit aus dem Schrank zu ziehen und anzuziehen. Was auch wieder was von Sport hat. Wie praktisch. Weitere Cover-Highlights: Endlich den Richtigen (!) findet die SHAPE-Frau mit nur drei Fragen und Sex hat sie, total ökonomisch, gleich morgens. Dann hat sie das auch weg. …

Unprofessionelle Haare

Es ist kein Geheimnis, dass man oft das haben möchte, was man nicht hat. Ich wollte immer Locken haben. Heute weiß ich, ich wollte nicht Locken an sich, sondern eine bestimmte Art von Locken. Das wurde mir nach einem beiläufigen Satz einer Kollegin klar. Einer Kollegin mit tollen Harren. Wie Keri Russell, als sie noch nicht als russische Spionin arbeitete, sondern bei Bon Jovi auf der Couch schlief. Vor einer ziemlich wichtigen Präsentation sagte die Kollegin, sie hasse ihre unprofessionellen Haare. Ich stutze. Im Grunde genommen sind Haare nur tote Zellen. Tote Zellen, die in verschiedener Dicke, Form und Farbe aus dem Kopf sprießen. Und aus weiteren Körperregionen. Natürlich war mir klar, dass wir Haare mit diversen Bedeutungen aufgeladen haben, je nach Körperstelle, Hautfarbe und Träger*in. Insbesondere bei Frauen. Bei Männern scheint es mir eher um eine Existenz oder Nichtexistenz zu gehen. Mit zurückgehendem Haaransatz wird gern Bruce Willis zitiert. Für Frauen kannte ich die farbtechnischen Einordnungen – kühle Blonde, heiße Rothaarige oder – es geht immer noch ein bisschen schlimmer – rassige Dunkelhaarige. Über die …

Nur weil ihr es sagt, muss ich meinen Körper noch lange nicht lieben

Körpernormen und Schönheitsideale sind allgegenwärtig. Und es gibt den Versuch einer achselzuckenden Leichtigkeit, die diese Ideale ad absurdum führen will. Auch hier im makellosmag. Ich freue mich über diesen sehr persönlichen Gastbeitrag. Er zeigt, wie verdammt schwer das Weglächeln sein kann. Die Autorin möchte anonym bleiben.  Ich war immer mollig. Mit 16 entschloss ich mich, Vegetarierin zu werden und verlor ein bisschen Gewicht. Ich dachte mir, wenn ich schon ein paar Kilo runter habe, kann ich auch eine Diät machen. Also machte ich eine Diät. Es war eine ordentliche Diät, denn ich wusste viel über Ernährung. Seit ich 12 war, ging ich regelmäßig zu einer Ernährungsberaterin. Meine Mutter hatte damals entschieden, dass es eine gute Sache für mich wäre. Ich bin ihr dankbar dafür. Sie hat mich immer akzeptiert, wie ich war und war damit einer der wenigen Menschen, der das tat, als ich 12 war.

Gastbeitrag: Nur weil ihr es sagt, muss ich meinen Körper noch lange nicht lieben

Körpernormen und Schönheitsideale sind allgegenwärtig. Und es gibt den Versuch einer achselzuckenden Leichtigkeit, die diese Ideale ad absurdum führen will. Auch hier im makellosmag. Ich freue mich über diesen sehr persönlichen Gastbeitrag. Er zeigt, wie verdammt schwer das Weglächeln sein kann. Die Autorin möchte anonym bleiben.  Ich war immer mollig. Mit 16 entschloss ich mich, Vegetarierin zu werden und verlor ein bisschen Gewicht. Ich dachte mir, wenn ich schon ein paar Kilo runter habe, kann ich auch eine Diät machen. Also machte ich eine Diät. Es war eine ordentliche Diät, denn ich wusste viel über Ernährung. Seit ich 12 war, ging ich regelmäßig zu einer Ernährungsberaterin. Meine Mutter hatte damals entschieden, dass es eine gute Sache für mich wäre. Ich bin ihr dankbar dafür. Sie hat mich immer akzeptiert, wie ich war und war damit einer der wenigen Menschen, der das tat, als ich 12 war.

makellosmag und die Taschenverschwörung

Als im Harry Potter-Theaterstück Hermine mit einer dunkelhäutigen Schauspielerin besetzt wurde, folgte ein kleiner Aufruhr in der Fangemeinde. J.K. Rowling konterte souverän, sie hätte nie Hermines Hautfarbe beschrieben – und sich einfach für die beste Schauspielerin entschieden. Eine Sache allerdings ist klar. Harry Potter hätte nie ein Mädchen sein können.  Bevor ihr anfangt, wütende Kommentare zu schreiben. Ich weiß, wie mutig, intelligent und klug weibliche Charaktere sein können. Hermine ist das beste Beispiel, sie trägt die ganze Serie. Und trotzdem führt kein Weg daran vorbei, dass man Harry nur als Jungen beschreiben konnte. Um das zu verstehen, müssen wir uns gar nicht anschauen, wie sein Charakter beschrieben wird. Auch seine blitzförmige Narbe hätte ein Mädchen tragen können. Nein, wir müssen nur etwas tiefer an ihm herunter blicken.