Von Affen, Menschen und warum wir alle Liebe brauchen
Ich möchte schon seit vielen Stunden etwas Kluges schreiben. Ich schiebe eine Menge Ideen hin und her, aber es will nicht richtig etwas werden. Stattdessen denke ich auf einmal ständig an Harrys Affen, die mir vor Jahren in einer Psychologieeinführungsveranstaltung begegnet sind. Ich habe es eigentlich schon aufgegeben mit den Gedanken in meinem Kopf, bis ich diesen Text lese. Genauer gesagt, lese ich den Text und einen Kommentar dazu auf Twitter. Dort schreibt jemand, wer mit Emotionen die US-Wahl kommentiert, ist hypersensibel, wenn nicht gar hysterisch und hat die ganze Sache nicht verstanden (Demokratie halt). Die Überheblichkeit macht es mir klar. Plötzlich weiß ich, wieso ich an die Affen denke. Und warum ich eigentlich nicht darüber schreiben wollte und gewartet habe, dass noch eine sehr intelligente Analyse in meinem Kopf entsteht. Mir waren Emotionen auch im ersten Impuls zu wenig. Aber das sollten Gefühl nie sein. Deshalb erzähle ich jetzt von den Affen. Irgendwann in den 1930er Jahren fing Harry Harlow an, Experimente mit Affenbabies zu machen, indem er ihnen mit Absicht Liebe entzog. Es …


