Autor: Corinne

Happy Holidays

Es war ein tolles Jahr mit euch. Ich habe die besten Leserinnen (und ein paar versprengte Leser) der Welt. Es ist toll, mit euch meine Texte zu teilen. Egal, ob ihr Weihnachten feiert oder nicht, ich wünsche euch ein wenig Ruhe und Besinnlichkeit und viele geliebte Menschen um euch herum. Für mich geht es jetzt in die Weihnachtspause. Und ich muss zwangsläufig an das letzte Jahr denken, als ich mich auch früh verabschiedete. Aus gutem Grund, denn an Weihnachten kam auch mein Weihnachtsbaby. Der Text zum Wunder ist übrigens der meistgelesene Post des Jahres: Körper, später. Auf Platz 2 folgt Ivanka Trumps Feminismus und am dritthäufigsten wurde die SHAPE-Frau im Urlaub angeklickt. Mit ganzen 4 Aufrufen steht auf Platz 1.031 und damit dem letzten Platz in diesem Jahr dieser Listenpost: 10 Dinge, über die ich meine Meinung geändert habe. Ich finde ja, es spricht wiederum für meine Leserinnen, also euch, dass ihr offensichtlich nicht so gern auf Listen mit klickbaren Titeln klickt. (Aber bei Nummer 5 werdet ihr schmunzeln.) Rutscht gut ins das neue Jahr. …

Sex in Winterwonderland

Die US-Comsopolitan hat eine interessante Geschichte. In den 60er Jahren hatten sich junge Frauen neue Freiräume erkämpft. Sie hatten Jobs, gaben ihr eigenes Geld aus und hatten vorehelichen Sex. Gut, der wurde nicht erst in den 60ern erfunden, aber in Zusammenhang mit wirtschaftlich unabhängigen jungen Frauen war es schon etwas Neues. Immer noch so neu, dass man in der Öffentlichkeit nicht wirklich darüber sprach. 1962 veröffentlichte die Autorin Helen Hurley Brown (Fun Fact: gerade jungverheiratet) das Buch zum Single-Girls-Having-Fun-Phänomen. Es hieß Sex and the Single Girl, wurde ein Bestseller und Helen mit Leserinnenbriefen überschüttet. Zur gleichen Zeit suchte man bei Hearst Verlag eine neue Chefredakteurin für eine Publikation, die man eigentlich schon einstellen wollte. Helen bekam den Job (Frauen werden in Krisenzeiten ja bis heute gern eingestellt um es zu richten.) und machte die Cosmopolitan, deren Chefredakteurin sie 32 Jahre lang bleiben sollte, zu der Zeitschrift für die neuen jungen Frauen. (Zuerst stellte sie übrigens erstmal ein paar Frauen ein. Die alte Cosmopolitan wurde nämlich weitestgehend von Männern geschrieben.) Die Arbeitswelt wurde, auch das war neu …

#1 Ich schreibe ein Buch und nehme euch mit – Unbeschrieben-Podcast

Mich kann man jetzt auch hören. Denn – Trommelwirbel – die erste Folge meines Podcast ist da. Ich erzähle von meinem Jahr und es gibt eine Neuigkeit zu erfahren. Um diese Neuigkeit wird sich in Zukunft alles drehen im Unbeschrieben-Podcast. Seid also gespannt. Viel Spaß beim Hören, ich freue mich auf eure Kommentare, Eure Corinne Podcast-Feed ::: iTunes ::: Soundcloud::: Download *** Intromusik: Neon Bicycles – Hard Times/ Mittelteil: Talk Less Say More – England Without Rain (CC-by-NC) Beitragsfoto: flickr – Ana C. – CC by 2.0

Von Affen, Menschen und warum wir alle Liebe brauchen

Ich möchte schon seit vielen Stunden etwas Kluges schreiben. Ich schiebe eine Menge Ideen hin und her, aber es will nicht richtig etwas werden. Stattdessen denke ich auf einmal ständig an Harrys Affen, die mir vor Jahren in einer Psychologieeinführungsveranstaltung begegnet sind. Ich habe es eigentlich schon aufgegeben mit den Gedanken in meinem Kopf, bis ich diesen Text lese. Genauer gesagt, lese ich den Text und einen Kommentar dazu auf Twitter. Dort schreibt jemand, wer mit Emotionen die US-Wahl kommentiert, ist hypersensibel, wenn nicht gar hysterisch und hat die ganze Sache nicht verstanden (Demokratie halt). Die Überheblichkeit macht es mir klar. Plötzlich weiß ich, wieso ich an die Affen denke. Und warum ich eigentlich nicht darüber schreiben wollte und gewartet habe, dass noch eine sehr intelligente Analyse in meinem Kopf entsteht. Mir waren Emotionen auch im ersten Impuls zu wenig. Aber das sollten Gefühl nie sein. Deshalb erzähle ich jetzt von den Affen. Irgendwann in den 1930er Jahren fing Harry Harlow an, Experimente mit Affenbabies zu machen, indem er ihnen mit Absicht Liebe entzog. Es …

Traumkörper

Morgens – ganz kurz nachdem sie die Augen aufgeschlagen hat – erzählt mir meine Tochter manchmal, was sie geträumt hat. Es passiert nicht jeden Tag. Ich verpasse den Moment oft, weil sie von selbst wach geworden und aufgestanden ist. Aber wenn ich das Kinderzimmer früh genug erreiche, kann ich zusehen, wie sie wach wird. Und dann, halb noch im Schlaf, fängt sie an zu blinzeln und zu lächeln und erzählt, was sie in der Nacht erlebt hat. „Ich habe von meinem Traumkörper geträumt.“ sagte sie heute und vor Verwunderung konnte ich zunächst gar nichts erwidern. „Woher hat sie denn dieses Wort?“ war mein erster Gedanke. Aber da hatte sie schon weitergesprochen: „Mein Traumkörper, Mama, konnte unter Wasser atmen. Ich bin geschwommen und  getaucht und es hat funktioniert.“ *** Die Fitnessinstagramerin präsentiert ihre Bauchmuskeln und schreibt darunter: „Wenn du dich motivieren willst, stell dir einfach deinen Traumkörper vor. #determination“ Traumkörper. Was ist das eigentlich für eine Idee in diesem Wort? Gleichzeitig verführerisch und irgendwie lächerlich zugleich. Die Verbindung aus einem nicht greifbaren, vagen Konzept wie Traum mit etwas, …