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Unter dem letzten Post habe ich wieder so schöne Kommentare bekommen. Aber immer, wenn ich wordpress öffne, habe ich ein kleines schlechtes Gewissen. Ich kümmere mich sehr schlecht um meine Spamkommentatoren.  Alles, was im Filter landet, wird achtlos gelöscht. Dabei sind wahre Perlen dabei. (Wie läuft das eigentlich? Schreibt die c2po oder die gleichen Leute, die in Indien die Präsentationen für die europäischen Beratungsfirmen bauen?)

Meine 10 liebsten Spamkommentare der letzten zwei Wochen findet ihr auf jeden Fall hier:

  1. „Nichts ist zu vergleichen mit der Erleichterung, wenn man gefunden hat, was man sucht.“ – Wäre auch sehr schön innerhalb eines Ehegelübdes zu verwenden.
  2. „ENDLICH hat jemand die richtige Antwort.“ – Ja, auch frustrierte Mathelehrer werden bei mir fündig.
  3. „This piece really did turn the light on for me personally as far as this particular issue goes. But at this time there is one particular point I am not too comfy with and while I attempt to reconcile that with the actual core theme of the issue, let me observe just what all the rest of the visitors have to say.“ – Danke! Solche Aussagen kenne ich sonst nur von LiteraturstudentInnen auf die Frage, wie sie den Roman einschätzen, den sie nicht gelesen haben.
  4. „The voice of rationality! Good to hear from you.“ – Meine Stimmen sagen mir, du bist nicht echt.
  5. Ein Nutzer mit Namen Viagra schreibt „Boom shakalaka boom boom, Problem gelöst.“ – Das wirkt für sich allein.
  6.  „Wunderbarer Blog, wie findest du deine Mitte & bekommst einen klaren Kopf vor dem Schreiben?“ – Tequila & Toasterschnitzel.
  7. No Prescription Drugs schreibt „I don’t know who you wrote this for but you helped a brother out.“ und einen Tag später You keep it up now, understand?“ –  Dude, back down, I don’t owe ya’ll shit.
  8. „Es wird Zeit, Zukunftspläne zu schmieden & endlich glücklich zu werden.“ – Mama, bist du’s?
  9. „I went to tons of links before this, what was I thinking?“ Keine Ahnung, vielleicht „Immer noch 2 Stunden bis zur Mittagspause.“?
  10. „I actually found this more entertaining than James Joyce.“ – Ich weiß, die Parallelen sind verblüffend.

Foto: flickr – duncan c – CC by 2.0

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5 Kommentare

  1. Oh, ich bin ein bisschen neidisch 😀 Meine Spamkommentare sind wirklich immer nur Spam. Meist irgendwelche Texte ohne Sinn. Auf deutsch schon gar nicht, immer englisch (und neuerdings spanisch).

    Da teste ich doch gleich mal die Share-Buttons 😉

    • Bei mir gibt es „Sinnvolles“ auch erst seit ganz Kurzem. Und erst seit ein paar Wochen in deutsch. Ja bitte, die möchten ja benutzt werden :-).

  2. Muhaha, Klasse! Und ich lösche meine Spams immer so weg. Ich muss da wohl doch mal ein Auge drauf werfen.

    LG Thomas

  3. Mmhh…, bei mir gibt’s immer nur echten Müll. Wahrscheinlich bin ich mit meinem Blog nicht mal einen vernünftigen Spamkommentar wert! ;-)

  4. Es sind die Nadeln im Heuhaufen. Der wirkliche Witz ergibt sich sowieso meist aus dem völligen Nichtbezug auf den Posts, unter dem sie stehen.

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