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Das echte Leben pt. III – by makellosmag

Mädchen lieben ja Ponys. Daher war es absehbar, dass ein Pony für Aufregung sorgen würde. Die ganze Welt hält den Atem an angesichts der neuen Frisur von Kate Middleton (offiziell Herzogin von irgendwas). Die sieht seit ihrem Auftauchen auf der royalen Bildfläche eigentlich immer gleich aus. Das ist nicht schlimm, sondern eigentlich sehr clever. So muss man sich für eine Schlagzeile gar nicht mehr viel ausdenken. (Fragt mal Miley Cyrus wie anstrengend das ist, sich immer wieder selbst übertrumpfen zu müssen. Irgendwann geht es dann nicht mehr nackter & man muss sich wie Robbie Williams in Rock Dj die Haut von den Knochen ziehen. Sehr unangenehm.)

Kate also, macht das sehr geschickt. Wenn man immer nur mehr oder weniger farbige Etuikleider trägt, ist jede Jeans die Titelseite wert. Mit einem zur Seite gekämmten Pony hat man dann sowieso alle in der Tasche.
Jetzt wollt ihr gucken, ich weiß. Bitteschön.

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Bereits Anfang September schrieb die Vanity Fair darüber, wie großartig Late Night Shows sind. Mit Suchbild.

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Was fällt auf? Sieht aus wie jeder ordentliche Vorstand einer ordentlichen Firma, oder? (Naja, vielleicht minus den Rothaarigen.) Hatte natürlich aber wieder jemand was zu meckern. Sind nämlich keine Frauen drauf. Woraufhin Trevor Noah (unten links) nachlegte, dass Frauen dafür aber in der Comedybranche das Ruder übernommen hätten. Das ist doch super, jetzt können wir nicht nur das Haus für uns haben, sondern auch noch witzig sein. Und nackt sein. Nackt sein ist auch immer ok.

Im Kampf für die Nacktheit ganz vorn dabei, wenn auch etwas spät dran (vorher hatten wir bereits Rihannas, Cara Delvignes & Miley Cyrus Bindegewebe gesehen): Naomi Campbells Brustwarzen, die auf Instagram auftauchten & dann wieder weg waren (#freethenipple). Von mir aus kann jede(r) blank ziehen, wann & wie er mag. (Eines meiner liebsten Jugendbücher, Der Tag, an dem sie sich die Freiheit nahm handelt davon.) Ich sehe auch durchaus den Doppelstandard in der Zensurpolitik von Instagram & Facebook. #freethenipple begann allerdings im kalten Island mit dem Anspruch „to desexualize women’s breasts by posting ordinary pictures of exposed nipples on social media“. Da sahen die Fotos am Anfang so aus:

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Jetzt Naomi, mit der ich nicht ganz so warm werde. (Ihr merkt schon, das ist der Post der Suchbilder).

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Vielleicht geht es ja nur mir so. Aber muss das Foto aussehen wie aus einer Parfum-, Unterwäsche-, Jeans- oder Scheibenreinigerwerbung (Mit nackten Brüsten lässt sich schließlich alles verkaufen.)? Feuer mit Feuer, oder?

Schauen sie nicht so geschockt, Frau Campbell, sie können den Mund jetzt wieder zumachen.

Foto: flickr – Carmela Alvarado – CC by 2.0

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2 Kommentare

  1. Sehr hübsch geschrieben und analysiert :DD
    Prinzessin Kate war ja schon von Anfang an die Ausgeburt an *gäääähn*. Aber wie es mit Prinzessinnen kommt, die sich im Buckingham Palace nicht zu Tode langweilen wollen, haben wie ja auch schon mal mit angesehen…
    Und zu Naomi: nicht das erste mal, dass ein Promi sich mit Hochglanzbildern vom Superfotograf zwischen die „Normalos“ mischt. Schade, wenn man immer wieder demonstrieren muss, dass man ja schöner, besser, toller ist als die normal Sterblichen.

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