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So viel Leid in so viel natürlichem Licht – Die Kritik zu The Revenant – Der Rückkehrer

Dies ist der erste Beitrag in meiner neuen Rubrik Die Kritik. Er könnt daran mitschreiben, wenn ihr mögt. Zum DVD-Start von The Revenant habe ich nun auch den Film gesehen, der Leonardo endlich den Oscar beschert hat. Eines vorneweg: Seit ich ihn zum ersten Mal durch ein Aquarium erblickte – damals hieß er noch Leo und die Haare fielen ihm pittoresk ins Gesicht – kann Leonardo DiCaprio bei mir eigentlich nicht viel falsch machen. Ich finde, er ist ein großartiger Schauspieler. Mein Fazit lautet trotzdem: The Revenant ist lang. Sehr lang. Es gibt viel Leid. Unglaublich viel Leid. In sehr viel natürlichem Licht. Das ist nicht so spannend, wie es sich anhört. Er ist ein Schmerzenswesen dieser Mann. Und Hugh Glass ganz besonders. Leonardo DiCaprio spielt den Pelzhändler in der Wildnis dieses irgendwie-schon-eine-Weile-besiedelten-aber-noch-nichts-mit-Zivilisation-Amerikas, in der Wunden faulen und Männer sich unentwegt am Kopf kratzen. Damals, als die Natur noch rau und die Menschen von den Urkämpfen des Daseins umgetrieben wurden: Wo kriege ich etwas zu Essen? Es muss auch nicht gebraten sein.,