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10 neue Werbeideen für Theo Müller

Wer dachte, der verfrühte Regaleinsatz von Spekulatius & Lebkuchenherzen im Supermarkt seines Vertrauens – gefühlt kurz nach Ostern – sei der größte Feind aufkommender Weihnachtsstimmung, hat nicht mit Müllermilch gerechnet. Die brachten in der letzten Woche ihre Weihnachtsedition ins Kühlregal. Die sieht so aus (Link zum Tweet):

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Der Kommentar aus der Konzernzentrale zur Empörung auf Twitter ließ nicht lange auf sich warten. Theo Müller findet:

„Die gewählten Motive lehnen sich in ihrer Optik an die Pin-up-Darstellungen der 1950er-Jahre an und sind deshalb weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist.“

Eben! Genau genommen war früher TM sogar alles besser, nämlich weniger nackt.  Deshalb habe ich als kleiner Serviceblog noch 10 weitere tolle Werbeanzeigen aus den 50ern und 60ern für das nächste Brainstorming mit der Agentur zusammengetragen. Sich über das bisschen Sexismus & Rassismus aufzuregen, was da immer mal reingerutscht ist, hat ja nun wirklich so einen Bart.

1. Geschenkideen

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2. Wird man ja wohl noch sagen dürfen.Bildschirmfoto 2015-11-15 um 09.46.58

3. Auch nett, er mit Krawatte im Bett ist ja ok, aber warum hat sie soviel an?Bildschirmfoto 2015-11-15 um 09.46.32

4. Ha, Frauen können heute nicht mal mehr Kaffee kochen.

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5. Vielleicht mal was mit Kindern & Tieren?

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6. Jetzt lacht doch mal.

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7. 85 kcal pro Stunde.

(Aber die Idee hatte BILD schon 2011. )

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8. Mehr Frauen in die MINT-Berufe.

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9. Subtile Werbebotschaften kommen immer gut.

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10. Die Anregung für die Schockomilch habe ich auch gefunden (Plus Frau & minus Klamotten & schwups sind wir in 2015.)

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So, nach soviel Inspiration von früher freuen wir uns schon auf die nächsten PET-Flaschen zum Jahreswechsel! Vielleicht was Nettes mit zwischen Frauenschenkeln explodierenden gaaanz langen Raketen? Wie früher. Früher war nämlich gar nicht schlecht. Obwohl man zugeben muss, dass es auch früher immer Leute gab, die gemeckert haben. Vor 100 Jahren zum Beispiel, da wollten die Frauen tatsächlich plötzlich wählen. Und Theo Müllers Großvater so: „Was wählen? Wieso das denn? Das wolltet ihr doch früher auch nicht.“ Irgendwie kam es dann doch anders. Das heißt dann glaube ich Veränderung. Oder vielleicht sogar Fortschritt.

PS: Pinkstinks hat übrigens eine Petition gegen die Müllermilch-Edition gestartet, zum Unterzeichnen geht’s hier entlang.

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5 Kommentare

  1. Ja, ja, Werbeideen aus den 50ern sind schon wirklich ein besonderes Thema. Für mich ist erschreckend, dass viele Männer vermitteln, dass dieses Weltbild tatsächlich erstrebenswert ist.

  2. Ah ja. Räusper: vier, und sechs finde ich ganz besonders schrecklich, aber den Gipfel der Geschmacklosigkeit stellt für mich die fünf dar.

  3. .. das nimmt ja schon die Sexualisierung von Kindern vorweg. Oder warum sehe ich da plötzlich diese unsäglichen BeautyPageant-Wettbewerbe in den USA vor mir? Kleine Kinder auf sexy getrimmt und geschminkt… ich glaube, mir ist schon schlecht.

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