Zehn Dinge, über die ich meine Meinung geändert habe

Gestern las ich etwas darüber, wie ungern wir heute alle unsere Meinung ändern. Wie sehr wir es als Makel empfinden, uns zu revidieren, zuzugeben, dass man die Dinge nochmal durchdacht, neue Erfahrungen gemacht hat und es jetzt ein wenig anders sieht. In dem Artikel stand auch, man solle allen misstrauen, die heute noch das gleiche wie vor zehn Jahren denken. Meine eigenen großen Überzeugungen sind ziemlich gleich geblieben, aber mir sind spontan zehn kleine Dinge eingefallen über die ich meine Meinung geändert habe.

  1. Es gibt Menschen, die meinen es ernst, wenn sie sagen, dass sie Salat mögen. Ich kann sogar eine von ihnen sein.
  2. Kinder sollten in ihrem eigenen Bett schlafen.
  3. Es muss doch möglich sein, das eigene Kind an der Supermarktkasse zu beruhigen.
  4. Ich kann mit meiner Brille vor die Tür gehen. Niemand lacht. Es fällt nicht einmal auf (die Jahre zwischen neun und sechszehn vs. die Zeit danach).
  5. Ein Leben ohne Musiksender ist doch möglich (alle 582x, als ich als Jugendliche für einen Kabelanschluss argumentierte vs. heute).
  6. Extrem gut aussehende, extrovertierte Frauen können nett sein. Sie können sogar meine Freundinnen werden.
  7. Ich werde nie ein Selfie veröffentlichen.
  8. Ich bin doch suchtanfällig. (Danke, Internet.)
  9. Beyoncé ist nicht die coolste Frau der Welt.
  10. Wenn man sich vornimmt, zehn Dinge aufzuschreiben, ist es ok, wenn einem nur neun einfallen.

Foto: flickr – oklanica – CC by 2.0